Spannende Zeitreise zur europäischen Geschichte

Artikel, 08.07.2013

Dass Geschichte lebendig und mitreißend sein kann, wurde jetzt in der gut gefüllten Mensa des Norbert-Gymnasiums in Knechtsteden (NGK) deutlich. Im Rahmen der „Dormagener Gespräche“ der Konrad-Adenauer-Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundestagsabgeordnetem Hermann Gröhe wusste der Diplom-Politologe und Journalist Ingo Espenschied die etwa hundert Zuhörer in einer gleichermaßen unterhaltsamen und lehrreichen Live-Dokumentation zum Thema „Von der Erbfeindschaft zur Freundschaft – eine Zeitreise zu 50 Jahren Elysée-Vertrag“ zu fesseln.

Exakt am fünfzigsten Jahrestag der Gründung des deutsch-französischen Jugendwerkes am 05.07.1963 kamen jedoch zunächst zwei Schüler zu Wort. Alina Derwehlies und Nils Rohde aus der 9. Klasse des NGK berichteten sehr lebendig von ihren in der Vorwoche im Rahmen eines Schüleraustausches mit einer Schule in der Bretagne gesammelten Eindrücken unserer französischen Nachbarn.

Schirmherr Hermann Gröhe hob die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für Europa hervor und würdigte die staatsmännische Leistung von Konrad Adenauer und Charles de Gaulles, diese Freundschaft auf eine feste Grundlage zu stellen. „Zugleich wussten beide: die Völkerverständigung darf man nicht den Politikern überlassen. Deshalb legten Sie großen Wert auf den Jugendaustausch und die Städtepartnerschaften“, so Gröhe.

So feierte beispielsweise im vergangenen Jahr der Dormagener Verein der Freunde von Saint André e. V. das 40jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Dormagen und der französischen Stadt Saint André.

Dass im Sinne guter nachbarschaftlicher Beziehungen zunächst das Kennenlernen wichtig ist, damit sich daraus eine Zusammenarbeit ergeben und schließlich Freundschaft entwickeln kann, stellte Ingo Espenschied in seiner Live-Dokumentation heraus und konnte dies mit der einen oder anderen Anekdote kurzweilig veranschaulichen.