9. November ist Schicksalstag der Deutschen

Artikel, 09.11.2013
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe

In der Reichspogromnacht wurden landesweit jüdische Einrichtungen, Synagogen und Friedhöfe zerstört und geplündert. Der 9. November 1938 war ein Tag der Schande und ein schicksalhaftes Datum auf dem Weg in die mörderische Nazi-Diktatur, die in den Folgejahren Millionen von Menschen ihrer Würde, ihrer Freiheit und ihres Lebens beraubte.
 
Rund ein halbes Jahrhundert später, am 9. November 1989, brachten hunderttausende Frauen und Männer in der damaligen DDR die Mauer zu Fall. Über Tage und Wochen gingen sie mutig und entschlossen gegen die SED-Diktatur auf die Straße. Sie riskierten ihr Leben für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit. Die deutsche Einheit ebnete den Weg zu einem Gesamteuropa des Friedens und der Freundschaft.
 
Für uns Deutsche ist der 9. November zentrales Datum der Erinnerung und Mahnung. Gerade aus den Verbrechen der NS-Diktatur ergibt sich eine dauerhaft historische Verantwortung für unser Land, vor allem gegenüber der Jugend, damit Rassismus und Extremismus nie mehr eine Chance haben. Das Eintreten für Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Toleranz, Frieden und Freiheit in Europa und in der Welt ist für uns eine besondere Verpflichtung, die eng mit dem Datum des 9. November verbunden ist.
 
 Hier finden Sie die Pressemitteilung von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.