Besuch bei der Deutschen Rheuma-Liga in Neuss

Artikel, 15.05.2017
Foto: Elke Haeffs

Seit dreieinhalb Jahrzehnten engagieren sich Rheumakranke ehrenamtlich für Rheumakranke in Neuss. Auf Einladung der Arbeitsgruppe Neuss der Deutschen Rheuma-Liga nahm Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe an einer Feierstunde anlässlich dieses Jubiläums teil. Gröhe, der zugleich auch der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Neuss, Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen ist, würdigte in seinem Grußwort das unverzichtbare Engagement der Selbsthilfegruppe, die mit verschiedenen Gesprächs- und Bewegungsangeboten die Lebensqualität der Erkrankten verbessert.

Rheuma ist eine schmerzhafte chronische Erkrankung, die mit einem hohen Leidensdruck der Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen verbunden ist, trotz guter Fortschritte in den letzten Jahren in der Diagnostik und bei den Therapiemöglichkeiten. Die Selbsthilfe stellt hier neben der medizinischen Behandlung durch entsprechende Fachärzte eine wichtige Ergänzung dar.

Grundsätzlich hat die Selbsthilfe im deutschen Gesundheitswesen eine große Bedeutung und erfährt eine umfangreiche Förderung. So ist die Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen fester Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung und steigt beständig. Betrugen die Ausgaben der Krankenkassen für die Förderung der gesundheitlichen Selbsthilfe im Jahr 2015 noch rund 45 Millionen Euro, waren es im Jahr 2016 dank des Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention über 71 Mio. Euro. Auch das Bundesministerium für Gesundheit hat bereits seit dem Jahr 1987 die Möglichkeit, im Rahmen von Projektförderungen Zuwendungen als Zuschüsse zur Förderung der gesundheitlichen Selbsthilfe und zur Förderung von Maßnahmen zur selbstbestimmten Lebensgestaltung behinderter Menschen zu vergeben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf bundesweiten Projekten und Maßnahmen, die neuere Entwicklungen in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe aufgreifen.