Gröhe: "Wir alle leben in Freiheit!"

Artikel, 16.06.2013
"Unsere Partei hat das Tor zur Einheit immer offen gehalten."

Den neu benannten "Platz des Volksaufstands von 1953" vor dem Bundesfinanzministerium würdigte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe als Ort, um des Aufstands vom 17. Juni vor 60 Jahren in angemessener Weise zu gedenken. Bei der Gedenkfeier im Berliner Stadtteil Mitte sprach Gröhe auch über seine eigene Familiengeschichte: Seine Eltern waren 1958 aus der DDR geflohen und hatten in der Bundesrepublik ein neues Leben aufgebaut.

Hermann Gröhe erinnerte sich, dass es schon damals "leider nicht mehr für alle eine Selbstverständlichkeit war, Ostdeutschland als Teil des deutschen Vaterlandes zu sehen – für einige kamen meine Eltern bereits aus dem Ausland." Dagegen habe sich seine Familie immer gewehrt. Für den Willen zur Einheit jedoch habe in Westdeutschland die CDU gestanden: "Unsere Partei hat das Tor zur Einheit immer offen gehalten."

Der CDU-Generalsekretär hob hervor, dass die Männer und Frauen, die 1953 in den Straßen gestreikt haben, ein Zeichen der Hoffnung gesetzt haben – bis daraus 1990 Realität geworden sei: "Deutschland und seine Bürger waren wiedervereint und vor allem: Wir alle leben in Freiheit!" Der 17. Juni 1953 stehe in einer Reihe mit dem Volksaufstand 1956 in Ungarn, dem Prager Frühling 1968 und der Verhängung des Kriegsrechts 1981 in Polen bis zum Fall der Mauer 1989. Mit der friedlichen Revolution von 1989 habe nicht nur Deutschland seine Einheit zurückgewonnen, sondern auch die Spaltung Europas in Ost und West ihr Ende gefunden.