Weiterentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung

Artikel, 09.05.2014

„Wir haben in Deutschland eine sehr gute medizinische Versorgung. Eine Versorgung, um die uns nicht wenige Länder beneiden. Wir wollen, dass dies so bleibt“, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in der Bundestagsdebatte über das in erster Lesung eingebrachte Gesundheitsreformgesetz der Großen Koalition, das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung“.

Gröhe führte aus, dass mit diesem Gesetz die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems zukunftsfest gemacht und seine Qualität weiterentwickelt und nachhaltig gesichert werde. „In den kommenden Jahren erwarten wir, dass die Krankenkassen im Wettbewerb um Qualität und Beiträge versuchen werden, die kassenspezifischen Beiträge möglichst gering zu halten, möglichst effizient zu wirtschaften und Qualität, die die Mitglieder überzeugt, anzubieten.“

Bei der Qualitätssicherung gehe es um die Schaffung verlässlicher Strukturen, die die hohe Qualität des Gesundheitswesens nachhaltig sichern solle. „Mehr ältere Menschen und die damit verbundene Zahl von Mehrfacherkrankungen und Pflegebedürftigkeit werden künftig auch höhere Anforderungen an die Behandlungsqualität nach sich ziehen. Neu ist außerdem, dass wir dem Merkmal Qualität im Hinblick auf unsere Versorgungsstrukturen ambulant, aber auch bei der Steuerung etwa in der Krankenhausplanung oder der Vergütung bestimmter Leistungen mehr Gewicht geben wollen“, erläuterte Gröhe.

Zusammen mit diesem Gesundheitsreformgesetz wird ein Maßnahmenpaket zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung durch Hebammen in der Geburtshilfe eingebracht und beraten.