"Wir müssen jede Form von Rassismus bekämpfen"

Artikel, 12.06.2013
Hermann Gröhe und die Auszubildenden, die die Skulptur erstellt haben

Mit bewegenden und zugleich mahnenden Worten des Gedenkens rief CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Mittwoch auf dem Berliner Wittenbergplatz die Erinnerung an das Leid der Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz in Erinnerung. "Wir werden euch niemals vergessen und wir werden alles dafür tun, dass nie wieder weggeschaut wird, dass nie wieder ein solches Leid entstehen kann", sagte Gröhe in seiner Rede anlässlich der Präsentation der Skultur „to B remembered“, die von Auszubildenden der Volkswagen AG erstellt wurde. "Wachsamkeit ist unsere Pflicht. Wir müssen zu jeder Zeit und an jedem Ort jede Form von Rassismus und Antisemitismus, auch die kleinsten alltäglichen Angriffe bekämpfen", mahnte Gröhe.

Das zwei Meter hohe, silberne B, das aus der zynischen Lagertor-Inschrift "Arbeit macht frei" des Konzentrationslagers Auschwitz stammt, wurde in der Aufschrift durch die Auschwitz-Häftlinge als Form des Protestes bewusst auf den Kopf gestellt. Gröhe: "Die Insassen der Konzentrationslager und vor allem diejenigen, die das umgedrehte "B" in die Lagerinschrift setzten, zeigen uns was Rückgrat bedeutet: Bleibe Mensch, auch wenn du unmenschlich behandelt wirst. Gehe aufrecht, auch wenn man dir die Beine wegschlägt. Bewahre dir deine Seele, auch wenn man dir alles nimmt." Am Wittenbergplatz wurde das "B" im Beisein des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und  Auschwitz-Überlebenden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, bevor die Botschaft der Überlebenden in andere Städte der Welt geht. Als Miniatur wird die Skulptur seit 2005 an bedeutende Persönlichkeiten verliehen. Träger sind unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Gröhe lobte außerdem die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee. "Das Komitee trägt dazu bei, von der Vergangenheit den richtigen Weg für die Zukunft zu lernen. Es ist ein gutes Zeichen, dass das Komitee nun seit zehn Jahren auch hier in Berlin vertreten ist", so Gröhe. Das Komitee gehe ganz aktiv auf die Zukunft zu, indem es die immer weniger werdenden Zeitzeugen mit jungen Menschen zusammenbringe.