Zum Tode von Dr. Heiner Geißler

Artikel, 12.09.2017
Foto: Bundesregierung / Richard Schulze-Vorberg

Zum Tod von Dr. Heiner Geißler, Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit a. D. erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Mit Dr. Heiner Geißler verlieren wir einen herausragenden Gestalter gerade der Sozial- und Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Alle, die mit ihm zusammengearbeitet haben, verlieren einen hoch geschätzten Experten, Kollegen und Freund, auch ich. Mit seinem Einsatz für eine Neuordnung der Krankenpflegeausbildung hat er einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung der Pflegeberufe in Deutschland gesetzt, der bis heute nachwirkt. Heiner Geißlers leidenschaftliches Engagement für seine Aufgaben bleibt unvergessen."

Dr. Heiner Geißler hat sich in seinem langen Berufsleben große Verdienste im Gesundheitswesen der Bundesrepublik Deutschland erworben. Von 1982 bis 1985 war er Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. In seine Zeit fallen die Reform der Approbationsordnung, der Arzt im Praktikum und die Neuordnung der Ausbildungen in der Krankenpflege mit dem Krankenpflegegesetz. Das Krankenpflegegesetz, das am 1. September 1985 in Kraft getreten ist, regelte erstmals das Ausbildungsverhältnis und die Ausbildungsvergütung in der Krankenpflege. Dem war eine fast 15 jährige politische und fachliche Diskussion vorangegangen.