Besuch im IPOV

Artikel, 30.05.2014

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat am 30. Mai das Institut für patientenorientierte Versorgungsablaufforschung (IPOV) in Neuss besucht. Das gemeinnützige Institut wurde vor zwei Jahren von Wilfried Jacobs, dem langjährigen Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg, gegründet. Das IPOV plant, kurzfristig in Neuss und Umgebung mehrere praxisbezogene Projekte der Versorgungsabläufe bei Krebs- und Demenzpatienten zu starten. Dazu gehören die Verbesserung des Entlassmanagements von Krebspatienten im Krankenhaus, die frühzeitige Einleitung von psychosozialer Begleitung von Krebspatienten, aber auch neue Wege in der Motivierung von Nachbarschaften bei der Begleitung von Demenzpatienten und ihrer Angehörigen. Wilfried Jacobs informierte den Bundesgesundheitsminister auch über die neue „Rudi Assauer Gemeinnützige Initiative Demenz und Gesellschaft (GID)“. Diese Gesellschaft, die den Namen des an Demenz erkrankten, früheren Schalke-04-Managers Rudi Assauer trägt, hat sich zum Ziel gesetzt, mit zur Enttabuisierung der Demenz in der Öffentlichkeit beizutragen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erläuterte bei seinem IPOV-Besuch die Schwerpunkte der Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Dabei ging er auch auf das geplante Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen ein: „Die Patienten haben ein Recht darauf zu erfahren, wo sie gute Qualität bekommen. Schließlich geht es um ihre medizinische Versorgung. Momentan folgt aber jedem Krankenhaus-Ranking in der Presse ein Streit über die angelegten Maßstäbe. Deshalb sage ich: Weil wir Qualitätswettbewerb wollen, brauchen wir auch verlässliche Kriterien für den Vergleich. Wir bringen jetzt das Qualitätsinstitut auf den Weg. Das ist gut für die Patienten, aber auch für die Ärzte und Krankenhäuser, die tagtäglich sehr gute Arbeit leisten.“