Gemeinsame Terrorismusbekämpfung von Gesundheits- und Sicherheitsbehörden

Artikel, 24.02.2017
Foto: BMG / Fordyce

17. Ministertagung der Global Health Security Initiative in Brüssel

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der "Global Health Security Initiative" (GHSI) trafen sich heute in Brüssel zu ihrer 17. Ministertagung. Im Mittelpunkt stand die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden bei der Abwehr und Bewältigung von durch Terrorismus verursachten gesundheitlichen Gefahrenlagen sowie das internationale Krisenmanagement bei globalen gesundheitlichen Notlagen.

"Die Terroranschläge in der jüngeren Vergangenheit haben erneut verdeutlicht, wie wichtig funktionierende Rettungsketten und eine enge Zusammenarbeit von Gesundheits- und Sicherheitsbehörden für die Krisenbewältigung sind. Deshalb ist es erforderlich, dass sich Gesundheits- und Sicherheitsbehörden bereits im Vorfeld über notwendige Maßnahmen abstimmen. Dazu gehört auch, die Bevölkerung mit gesicherten Fakten zu informieren, um der Verbreitung von 'Fake News' etwas entgegenzusetzen", erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe anlässlich seiner Brüssel-Reise.

In Brüssel trafen Gröhe und seine Amtskolleginnen und Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, den USA sowie Mexiko auf den stellvertretenden Direktor von Europol Will van Gemert, den Exekutivdirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Dr. Peter Salama und EU- Gesundheitskommissar Dr. Vytenis Andriukaitis.

Ein Hauptthema bei der Tagung waren die neuen Herausforderungen im Bereich des Bevölkerungsschutzes durch absichtliche Falschinfomationen ('Fake News'), die etwa zu einer zusätzlichen Beanspruchung der Einsatzkräfte und zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen können. Gemeinsame Übungen sollen daher ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit sein. In einem weiteren Schwerpunkt sprachen die Ministerinnen und Minister mit Dr. Peter Salama über die Umsetzung des "Health Emergencies Programme" der WHO, das zukünftig durch klar festgelegte Regeln, Abläufe und Zuständigkeiten die Reaktion der WHO bei internationalen gesundheitlichen Notlagen verbessern soll.

Am Rande der Ministertagung nutzte Hermann Gröhe die Gelegenheit, mit seiner britischen Amtskollegin Nicola Blackwood über das Thema Patientensicherheit zu sprechen. Am 29. und 30. März wird zu diesem Thema außerdem ein internationaler Ministergipfel, der Patient Safety Summit, zu diesem Thema stattfinden, bei dem die gemeinsamen Bemühungen für mehr Patientensicherheit vertieft werden können. Die nächste reguläre Ministertagung der Global Health Security Initiative wird 2018 in London stattfinden.