Deutscher Pflegetag 2017

Artikel, 23.03.2017
Foto: BMG / Kroll

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eröffnete heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Pflegerates Andreas Westerfellhaus den Deutschen Pflegetag, der vom 23. bis 25. März in Berlin stattfindet. Im Mittelpunkt standen dabei die notwendigen Verbesserungen für Pflegekräfte, die mit den Pflegestärkungsgesetzen auf den Weg gebracht wurden. Besonderen Dank sprach Gröhe den Pflegekräften aus, die sich tagtäglich für Patienten und Angehörige einsetzen. 

"In Deutschland werden Millionen Menschen gut gepflegt – dank gelebter Solidarität in unseren Familien und dank unserer Pflegekräfte, die sich tagtäglich unermüdlich für Menschen einsetzen, die Hilfe benötigen. Dafür haben unsere Pflegekräfte Anerkennung und Dank, vor allem aber gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung verdient – dafür kämpfe ich", erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Stärkung der Pflege

Mit der Pflegereform ist die Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mit zusätzlich rund 5 Mrd. Euro pro Jahr verbessert worden. Durch die Pflegestärkungsgesetze wurden die Leistungen der Pflegeversicherung um mehr als 20 Prozent erhöht. Die Hilfsangebote können passgenau auf die konkrete Pflegesituation zugeschnitten werden. Auch Demenzkranke haben nun  einen gleichberechtigten Zugang zu allen  Leistungen der Pflegeversicherung.

Pflegebedürftige und ihre Familien haben einen Anspruch darauf, von einem persönlichen Pflegeberater bei Ihrer Pflegekasse betreut zu werden. Angehörige haben erstmals einen Rechtsanspruch auf Pflegeberatung. Um die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu verbessern, haben pflegende Angehörige jetzt einen Rechtsanspruch auf eine Familienpflegezeit und auf eine bezahlte Auszeit von bis zu zehn Tagen.

Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen

Eine gute Versorgung im Krankenhaus setzt eine angemessene Personalausstattung voraus. Deshalb sollen Krankenhäuser und Krankenkassen verpflichtet werden, Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen festzulegen, in denen dies aus Gründen der Patientensicherheit besonders notwendig ist – etwa in Intensivstationen oder im Nachtdienst. Diese Grenzen dürfen dann nicht unterschritten werden. Die Vereinbarung soll bis zum 30. Juni 2018 getroffen und zum 1. Januar 2019 wirksam werden. Das stärkt die Pflege am Krankenbett, verbessert die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte und damit auch die Patientenversorgung.

Am Morgen sprach Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe anlässlich des Deutschen Pflegetages im ARD Morgenmagazin über die notwendigen Verbesserungen für Pflegekräfte (Interview vom 23.03.2017).