Kampf gegen Ebola: Aufruf zur Hilfe

Artikel, 25.09.2014

Die Ebola-Epidemie in verschiedenen westafrikanischen Staaten ist der schwerste Ausbruch dieser Krankheit seit Entdeckung des Virus im Jahr 1976. Die Todes- und Verdachtsfälle steigen in Sierra Leone, Liberia und Guinea auch weiterhin an. Die Lage vor Ort hat sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschlechtert. Die betroffenen Staaten verfügen weder über die Infrastruktur noch über ausreichendes medizinisches Personal, um die Ebola-Epidemie ohne Hilfe zu überwinden. Bereits seit Monaten unterstützt die Bundesregierung die betroffenen Staaten, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und verschiedene Hilfsorganisationen im Kampf gegen Ebola. Diese Hilfe wird nun umfassend ausgeweitet. Auf einer Pressekonferenz erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin: „Wir werden das Deutsche Rote Kreuz sowohl finanziell als auch logistisch dabei unterstützen, ein zusätzliches mobiles Krankenhaus und eine Behandlungsstation für Ebola-Kranke in der Region aufzubauen und zu betreiben.“ Gemeinsam mit Dr. Rudolf Seiters, dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, und Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, dem Präsidenten der Bundesärztekammer, rief der Bundesgesundheitsminister entsprechend ausgebildete Freiwillige dazu auf, sich für den Einsatz in den DRK-Einrichtungen vor Ort zu melden. Die Möglichkeit dazu besteht auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes.

Über Ebola wurde am vergangenen Mittwoch auch im Bundestag ausführlich diskutiert. Den Entschließungsantrag der Bundestagfraktionen von Union und SPD finden Sie hier. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier.