Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung

Artikel, 12.11.2014
(c) Bundesregierung / Steffen Kugler

Mit dem Ziel, die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu verbessern, haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Annette Widmann-Mauz ein Eckpunktepapier vorgelegt. 

„Wir schulden schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase menschliche Zuwendung und umfassende Hilfe. Wir brauchen noch mehr schmerzlindernde Palliativmedizin und Hospizbetreuung. Insbesondere im ländlichen Raum fehlt es noch an ausreichenden Angeboten. Mit den geplanten gesetzlichen Regelungen wollen wir die ambulante Palliativversorgung weiterentwickeln und die Hospizarbeit finanziell besser fördern. Ziel ist ein flächendeckendes Hospiz- und Palliativangebot in ganz Deutschland. Ganz wichtig ist zudem die Sterbebegleitung in Pflegeeinrichtungen zu stärken, viele Menschen verbringen ihre letzten Lebensmonate dort“, erklärte Hermann Gröhe. 

Geplant ist, die Hospizarbeit finanziell besser zu fördern. Mit gezielten Maßnahmen und finanziellen Anreizen soll zudem die ambulante Palliativversorgung gestärkt werden. Auch in den Altenpflegeeinrichtungen soll die Hospiz - und Palliativversorung ausgebaut werden. Um Bewohnern von Pflegeeinrichtungen ein ihren Wünschen entsprechendes Angebot an Palliativversorgung und Hospizbetreuung in ihrer letzten Lebensphase zu ermöglichen, sollen Pflegeeinrichtungen stärker mit Hospizdiensten und Ärzten kooperieren. Zudem sollen Versicherte künftig einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch die Krankenkasse bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung erhalten. 

Das Eckpunktepapier wurde in enger Abstimmung mit den Bundestagsabgeordneten Jens Spahn (Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion), Emmi Zeulner (Mitglied der AG Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion), Prof. Dr. Karl Lauterbach (Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion der SPD) und Hilde Mattheis (Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion) erarbeitet und soll als Grundlage für entsprechende gesetzliche Regelungen dienen.