Impfung schützt vor Masern

Artikel, 23.02.2015
Foto: BMG / Schinkel

In Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kommt es aktuell vermehrt zu Masernerkrankungen. Laut Robert Koch-Institut sind im Januar 2015 allein in Berlin bereits 254 Menschen an Masern erkrankt.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe betonte dazu: "Der Masernausbruch in Berlin zeigt, wie wichtig ein guter Impfschutz ist. Ich rate dringend dazu, den eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen und die empfohlenen Impfungen nachzuholen. Die empfohlenen Impfungen sind sicher und werden von der Krankenkasse bezahlt. Die irrationale Angstmacherei mancher Impfgegner ist verantwortungslos. Wer seinem Kind den Impfschutz verweigert, gefährdet nicht nur das eigene Kind, sondern auch andere - das kann bis zum Tod führen. Die Impflücken sind in Deutschland noch immer zu groß. Wir brauchen jetzt einen Kraftakt, um die Impfbereitschaft zu steigern. Deshalb werden wir mit dem Präventionsgesetz gesetzlich festschreiben, dass bei der Aufnahme in die Kita ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden muss. Außerdem muss bei Gesundheitsuntersuchungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen künftig der Impfstatus überprüft werden und eine Impfberatung erfolgen. Wir müssen die Eltern davon überzeugen, wie gefährlich diese Krankheit ist. Wenn all diese Maßnahmen nicht helfen, kann eine Impfpflicht kein Tabu sein."

Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende, fieberhafte Virus-Erkrankung, die zu langwierigen Verläufen und selten auch zu schweren Komplikationen führen kann. Die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) beträgt 8 bis 14 Tage.

Grundsätzlich wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) die erste Impfung gegen Masern als Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfung (MMR) bei Kindern im Alter von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Eine zweite Impfung sollte im Alter von 14-23 Monaten erfolgen.

Alle nach 1970 geborenen Erwachsenen sollten ihren Impfstatus überprüfen. Hier kann auch der Impfcheck der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) helfen. Gesetzlich Versicherte haben einen kostenfreien Anspruch auf die Impfung gegen Masern und die anderen von der STIKO empfohlenen Schutzimpfungen.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit. Das vollständige Statement von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zum Masernausbruch können Sie sich hier anhören.