550.000 Euro für soziale Angebote im Rhein-Kreis Neuss

Artikel, 13.07.2018
Foto: Elke Haeffs

Anlass zu großer Freude gibt es bei mehreren Trägern sozialer Angebote in der Stadt und im Rhein-Kreis Neuss. Denn der Bund hat fast 550.000 Euro für den Aufbau einer „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung – EUTB“ bewilligt.

Im Rahmen des neuen Bundesteilhabegesetzes baut das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Netzwerk unabhängiger Beratungsstellen für Menschen mit Behinderungen und von Behinderungen bedrohte Menschen auf. Dieses niederschwellige Beratungsangebot soll Betroffenen die Möglichkeit geben, aus dem vielfältigen Hilfsangebot verschiedener Träger die für ihre individuelle Situation bestmögliche Unterstützung auszuwählen. Dabei erfolgen die Beratungen nicht nur in eigenen Büros, sondern auch in aufsuchender Form, d. h. auch im häuslichen Umfeld der Betroffenen. Ausgebaut werden soll außerdem das sogenannte Peer Counseling, d. h. die Beratung von Betroffenen durch Betroffene, die durch ihre persönlichen Erfahrungen wertvolle Ratschläge geben können.

Die Durchführung des Projektes ist zunächst für den Zeitraum 1. Juni 2018 bis 31.Dezember 2020 geplant. Insgesamt stellt der Bund 58 Millionen Euro für entsprechende Fördermaßnahmen bereit.

Konkret gefördert werden im Rhein-Kreis Neuss die Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH, die St. Augustinus-Behindertenhilfe gGmbH, das Diakonische Werk der Ev. Kirchengemeinde Neuss e. V., das Diakonische Werk Evangelischer Kirchengemeinden im Rhein-Kreis Neuss e. V., Leben, Wohnen Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss gGmbH und die Lebenshilfe Neuss gGmbH.

„Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung bietet Menschen mit Behinderung und von Behinderung bedrohten Menschen eine gute Möglichkeit, ihr Leben im Rahmen ihrer Wünsche und Möglichkeiten eigenständig zu planen und selbst zu bestimmen. Ich freue mich sehr, dass es im Rhein-Kreis künftig dieses qualifizierte Beratungsangebot geben wird und danke allen Beteiligten ohne deren besonderes gemeinsames Engagement dies nicht möglich wäre“, erklärte Hermann Gröhe, der sich gemeinsam mit seinem Kollegen Ansgar Heveling beim Bund für den Einsatz der Fördermittel in seiner Heimat stark gemacht hatte.