"Schwerer Schlag für die Religionsfreiheit"

Pressemeldung, 24.07.2018
Foto: Julia Nowak

Am vergangenen Sonntag, den 22. Juli, ist der bekannte iranische Pastor Youcef Nadarkhani erneut verhaftet und in das Evin-Gefängnis in Teheran gebracht worden. Hierzu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hermann Gröhe:

„Die erneute Verhaftung von Pastor Nadarkhani ist ein schwerer Schlag für die Religionsfreiheit im Iran und entbehrt jeder rechtlichen Grundlage. Youcef

Nadarkhani macht lediglich von seinem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch, das sowohl durch die iranische Verfassung als auch von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen geschützt wird. Ich fordere die iranische Regierung daher auf, ihn umgehend freizulassen.“

Der Fall von Pastor Nadarkhani erlangte internationale Aufmerksamkeit, nachdem er 2010 wegen des Übertritts zum Christentum zum Tode verurteilt worden war. Seither hat sich Hermann Gröhe immer wieder öffentlich und mit mehreren Briefen an den iranischen Staat für ihn eingesetzt. 2017 erhielten Youcef Nadarkhani und drei weitere Gemeindeleiter schließlich ein Strafmaß von jeweils zehn Jahren. Das Urteil in seinem Berufungsverfahren steht nach wie vor aus.