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Beeindruckt von der Einsatzbereitschaft des THW: „Geplante Kürzungen nicht nachvollziehbar“

Zu einem überaus interessanten Austausch traf sich der Neusser Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe jetzt auf dem Gelände des Technischen Hilfswerkes (THW) am Kamberger Weg mit Mitgliedern des Ortsverbandes Neuss.

Der THW-Ortsverband Neuss kann in diesem Jahr auf sein siebzigjähriges Bestehen zurückblicken. In Gesprächen mit dem ehrenamtlichen Ortsbeauftragten Philipp Otterburg, Zugführer Martin Dropmann, Helfersprecher Sascha Plepsen sowie Paul Siemes, dem hauptamtlichen Leiter der Regionalstelle Mönchengladbach, erfuhr Hermann Gröhe viel über die örtlichen Strukturen und die vielfältigen Einsätze des Neusser Ortsverbandes. Anschließend berichteten weitere Ehrenamtliche konkret über ihre Einsätze in der jüngeren Vergangenheit, die sie beispielsweise in die überfluteten Gebiete im Ahrtal, aber auch in die Kriegsgebiete der Ukraine führten.

Auch im Rhein-Kreis Neuss sind sie immer wieder im Einsatz, zuletzt bei der Evakuierung von Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern anlässlich der Entschärfung von Kampfmitteln im Dreikönigen- und Augustinus-Viertel. Das Technische Hilfswerk gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat und ist zuständig für den Zivil- und Katastrophenschutz. Die ganz überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte kommen in Not- und Krisensituationen weltweit zum Einsatz. Dafür werden sie ausgebildet und nehmen regelmäßig an Übungen und Fortbildungen teil, in denen sie auch den Umgang mit den vielfältigen technischen Geräten proben und vertiefen, um auf die vielfältigen Aufgaben gut vorbereitet zu sein.

„Es ist beeindruckend, mit welch hoher persönlicher Einsatzbereitschaft die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler bereit sind, im Katastrophenfall auszurücken und Menschen zu helfen. Die Unterstützung des Technischen Hilfswerkes und seinerv Arbeit ist daher von großer Bedeutung für uns alle. Dass die Ampel-Koalition für 2024 eine Kürzung der Mittel um über 40 Millionen Euro, und damit um rund zehn Prozent, anstrebt, ist für mich nicht nachvollziehbar“, so Hermann Gröhe. Erst kürzlich hatte Sabine Lackner, die neue Präsidentin des Technischen Hilfswerkes, im Bundestag überzeugend dargelegt, dass der Bedarf an finanziellen Mitteln sogar gestiegen ist. Dabei geht es etwa um die Digitalisierung der Aus- und Fortbildung sowie der Einsätze selbst, außerdem um dringend erforderliche Baumaßnahmen sowie die zuverlässige Ersatzbeschaffung von Einsatzausrüstung.