Hermann Gröhe

Mitglied des Deutschen Bundestages

Stellvertretender Vorsitzender
der CDU/CSU-Fraktion

Neuigkeiten

25.02.2021

„Christen treten ein für die gleiche Würde jedes menschlichen Lebens“

EiNS im Gespräch mit dem Religionsbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hermann Gröhe

Herr Gröhe, seit einem Jahr beschäftigt uns die Corona-Krise. Wie nehmen Sie die Rolle der Kirchen dabei wahr?

Ich erlebe in diesen schwierigen Monaten viel Ideenreichtum und Einsatz in unseren Kirchen. Wenn ich etwa in meine evangelische Ortsgemeinde schaue, dann geht es immer darum, wie wir Menschen trotz ausfallender Gottesdienste und weitgehender Kontaktbeschränkungen erreichen und ihnen helfen. Ob im Besuchsdienst oder bei sogenannten „Gabenzäunen“ für Bedürftige: Immer waren Menschen aus evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, aber auch aus Freikirchen, vorneweg. Viele bieten seit Monaten Gottesdienste und Gespräche über das Internet an. Geistliche haben ihre Handynummer veröffentlicht und Gespräche vor allem für Kranke und Einsame angeboten. Es wird den Kirchen daher Unrecht getan, wenn behauptet wird, sie seien in der Krise unsichtbar.

Große Hoffnung ruht jetzt auf den Impfstoffen, mit denen die Menschen seit Jahresende geimpft werden. Zugleich wird auch heftig über die Impfung gestritten.

In der Politik besteht große Einigkeit, dass es eine Impfpflicht nicht geben wird. Zugleich erschreckt mich eine faktenfreie Stimmungsmache gehen das Impfen, hinter der oft eine verbohrte Ablehnung moderner Medizin steckt. Leider beteiligen sich mitunter auch Christen daran. Mancher verharmlost die Pandemie, als gehörten Krankheiten gleichsam zur Schöpfung. Ich halte dagegen: Der menschliche Geist, der Impfstoffe erfindet, ist auch ein Bestandteil von Gottes guter Schöpfung! Unsere Impfstoffe werden umfassend geprüft. Und die Risiken und Nebenwirkungen sind weit geringer als die mit der Erkrankung selbst verbundenen Gefahren. Wir können, so denke ich, dankbar sein, dass wir in einem Land leben, in dem diese Möglichkeiten der modernen Medizin den Menschen unabhängig von ihrem Einkommen zur Verfügung stehen. Es beschämt mich sehr, dass weltweit gesehen Milliarden Menschen diese Möglichkeiten nicht haben. Darum: Es muss einen Corona-Impfstoff auch in Afrika geben! Die reichen Industrienationen werden zu einem wirklichen Kraftakt bereit sein müssen, um den Corona-Impfstoff auch in den ärmsten Ländern der Welt zur Verfügung zu stellen. Da geht es um Solidarität, aber auch um unser eigenes Interesse: Diese Pandemie ist erst besiegt, wenn sie überall besiegt ist!

Zum Thema Impfstoffe: Als Gesundheitsminister sind Sie auch Bill Gates begegnet – über den es unter Impfgegnern böse Behauptungen und Verschwörungstheorien gibt, die auch unter Christen verbreitet sind. Was ist Gates für ein Mensch?

Ich habe Bill Gates als eine eindrucksvolle Persönlichkeit kennengelernt und bin entsetzt, in welcher Weise gegen ihn gehetzt wird. Mancher, der seine wohltätigen Aktivitäten kritisiert, kritisiert ja eigentlich, dass Privatpersonen überhaupt solch gewaltigen Reichtum besitzen – und das ist eine ernstzunehmende ethische Diskussion. Aber wenn sich jemand wie Bill Gates entscheidet, mit seinem Reichtum etwa die Verteilung von Impfstoffen in Entwicklungsländern massiv finanziell zu unterstützen, dann finde ich das großartig. Es zeigt, er nimmt die mit Reichtum verbundene Verantwortung ernst.

In vielen gesellschaftlichen Diskussionen wird in diesen Monaten unterschwellig Böses unterstellt, es geht Vertrauen verloren. Was kann man dem entgegensetzen?

Wir haben in den letzten Jahren viele Vertrauenskrisen erlebt: den unsäglichen Missbrauch in den Kirchen, den Betrugsskandal in der Automobilindustrie, die Frage, ob das Fußball-„Sommermärchen“ 2006 vielleicht gekauft war, und leider auch Skandale in der Politik. Und die Wahrheit ist: Vertrauen erarbeitest du dir nur den Berg hoch. Es geht schnell verloren, wird aber nur langsam zurückgewonnen. Auch über die Corona-Krise hinaus wird uns das Thema Vertrauen in der Gesellschaft beschäftigen.

Um Vertrauen aufzubauen, sind mir persönlich vor allem direkte Gespräche wichtig, gerade mit jungen Menschen. Daher versuche ich, jede Einladung in Schulklassen, aber auch von Gemeinden oder Vereinen anzunehmen.

Viel diskutiert ist in den vergangenen Monaten die Frage der Freiheitsrechte im Verhältnis zu den Corona-Maßnahmen. Zugespitzt gefragt: Warum sind wir in Deutschland mit der Regierung Merkel nicht auf dem Weg in die Diktatur?

Solche Vorwürfe sind wirklich absurd – und eine unerträgliche Verharmlosung von Diktaturen. Unsere Regierung braucht das Vertrauen des Parlaments, welches die wesentlichen Weichen stellt. Gesetze können zudem vom Bundesverfassungsgericht, behördliche Maßnahmen von den Verwaltungsgerichten überprüft werden. Viele demokratische Nachbarländer gehen in ihren Freiheitsbeschränkungen deutlich weiter. Wir tun uns damit zurecht sehr schwer.

Beim Thema Vertrauen interessiert uns – im Rahmen der Evangelischen Allianz – natürlich die öffentliche Wahrnehmung besonders der evangelikalen Christen. Wenn Sie an Evangelikale in Deutschland denken, dann …?

… denke ich an viele im besten Sinne fromme Frauen und Männer, für die es dazu gehört, einladend über ihren Glauben zu sprechen. Unser Land ist stark geprägt von christlichen Wertvorstellungen. Der christliche Glaube ist eine entscheidende Kraftquelle für viele, auch für mich persönlich; eine Quelle, die auch unserer Gesellschaft guttut. Leider entsteht ein Zerrbild von evangelikalen Christen durch „Lautsprecher“, deren Tonlage eher durch Stimmungsmache gegen Flüchtlinge, Muslime, Homosexuelle oder auch Impfstoffe geprägt ist, als von der wunderbaren Botschaft unseres Glaubens.

Wie werden denn Evangelikale überhaupt im Land wahrgenommen?

Ich wünsche mir mehr Differenzierung! Es ist unfair, wenn insbesondere einige Medien ein Bild zeichnen, wonach die Evangelikalen vor allem Corona-Leugner, Schwulenhasser und Trump-Fans sind. Gegner jeder religiösen Überzeugung freuen sich, wenn sie einzelne evangelikale Stimmen für ein derartiges Zerrbild missbrauchen können. Da wird eine schreiende, den Sieg von Trump verkündende Predigerin zum „viralen Hit“ in den sozialen Medien. Aber wer weiß schon – auch unter Christen! -, dass ein ganz herausragender Forscher wie Francis Collins, der Chef der National Institutes of Health der USA, zugleich ein überzeugter evangelikaler Christ ist.

Viele Kritiker wollen nicht wahrhaben oder nicht öffentlich machen, in welch eindrucksvoller Weise sich gläubige Christinnen und Christen für ihre Mitmenschen, gerade auch für Flüchtlinge und für Menschen in Entwicklungsländern, einsetzen. Über solchen Einsatz für unser Gemeinwesen sollten auch evangelikale Christen durchaus selbstbewusst sprechen.

Wir hören gelegentlich, es sei wichtig, mit einer Stimme zu sprechen, wenn man gehört werden will. Das impliziert, alle Christen müssten die gleiche Meinung vertreten. Dabei ist klar, dass angesichts der Komplexität der Fragen ganz unterschiedliche Weltsichten und Sozialisierungen zum Tragen kommen. Was tun?

Natürlich wünschen sich viele Christinnen und Christen, gerade bei wichtigen ethischen Fragen, eine gemeinsame christliche Position. Da gibt es eine Sehnsucht nach Eindeutigkeit. Und natürlich gilt: Uns eint die Wertschätzung für die Familie und das Leben, die Ablehnung von Rassismus, der Wunsch, die Schöpfung zu bewahren. Aber auch Christinnen und Christen haben unterschiedliche Auffassungen: Wie schütze ich ungeborene Kinder wirksam? Wie diene ich dem Weltklima bestmöglich? Wie kämpfe ich gegen Rassismus und Antisemitismus? Was dient dem Frieden?

Auch wenn Christinnen und Christen hier zu unterschiedlichen Antworten kommen, so können sie durch ein gutes, vom gemeinsamen Glauben geprägtes Miteinander doch zu einer guten Streitkultur beitragen, auf die unsere Demokratie dringend angewiesen ist. Gegen gesellschaftliche Spaltungen sollte unser Tun stets dem Zusammenhalt in der Gesellschaft dienen.

Der neue Präsident Joe Biden wird in den USA und auch in Deutschland von Christen kritisiert, weil er, so die Behauptung, sofort die Abtreibung freigeben würde. Wie denken Sie darüber?

Erst einmal ist das eine Verkennung der Macht des Präsidenten. Es gibt dazu eine Rechtsprechung und die Gesetzgebung in den Bundesstaaten. Ich selbst bin für den Schutz des Lebens ungeborener Kinder. Insofern verstehe ich, wenn Christen in den USA Organisationen wie „Planned Parenthood“ kritisch gegenüberstehen. Andererseits macht diese Organisation in den USA wichtige Angebote, die jeder Christ mittragen kann: Brustkrebsuntersuchungen, Begleitung von Schwangeren und jungen Familien sowie Beratung bei frauenspezifischen Gesundheitsfragen. Ohne solche Organisationen hätten gerade ärmere Menschen in den USA keinen Zugang zu diesen Leistungen, die bei uns für alle selbstverständlich sind. Ich glaube auch nicht, dass ein strafrechtliches Verbot von Abtreibungen ungeborenes Leben wirklich wirksam schützen kann. In jedem Fall finde ich es unangemessen, die Bewertung von Biden und Trump allein an dieser Frage festzumachen.

Nach Deutschland geblickt: In welchen Fragen sollten Christen sich gesellschaftlich engagieren?

In den Mittelpunkt unseres Engagements gehören sicherlich die Verteidigung der gleichen Würde jedes menschlichen Lebens und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Wir dürfen nicht schweigen, wenn vorgeburtliche Untersuchungsmethoden das Lebensrecht behinderter Menschen in Zweifel zu ziehen drohen, oder wenn Selbsttötungshilfe zu einer normalen Behandlungsmethode werden kann. Rassistischen, juden- und islamfeindlichen Stimmen – auch unter Christen – müssen wir klar entgegentreten.

Für mich als Politiker gilt: Wir sollten genau hinhören, wenn uns das Evangelium oder kritische Anfragen provozieren. Es ist gut, wenn sich Christdemokraten zum Nachdenken über die Flüchtlingspolitik provozieren lassen und Grüne zum Nachdenken über das Lebensrecht ungeborener Kinder.

Evangelikale Stimmen sind auch wichtig, wenn sie weltweit einem guten Miteinander unterschiedlicher Religionen, der Religionsfreiheit, das Wort reden.

Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, hat jetzt den 2. Bericht der Bundesregierung zur Lage der Religionsfreiheit vorgelegt. Was bedeutet es, wenn das Parlament einen solchen Bericht verabschiedet?

Wenn Markus Grübel exemplarisch über 30 Länder berichtet, dann werden 30 deutsche Botschaften gebeten, etwas zur Religionsfreiheit in Ägypten, in Bangladesch, in Kenia … in Erfahrung zu bringen. Das prägt auch die Arbeit der deutschen Auslandsvertretungen. Zweitens: Eine Parlamentsdebatte und der Bericht eines Regierungsbeauftragten schaffen Öffentlichkeit. Das Thema rückt damit auch in der Außenpolitik ins Bewusstsein. Es wird wahrgenommen in den Partnerländern, dass Religionsfreiheit ein Thema für uns ist. Ganz wichtig ist das Thema Konversion: die Freiheit, die Religion zu wechseln. Da droht Menschen in vielen Regionen der Welt eine massive gesellschaftliche Ächtung, in einigen sogar die Todesstrafe. Deshalb ist es so wichtig, das fortwährend öffentlich zum Thema zu machen.

Bleiben wir beim Thema gesellschaftliche Verantwortung. 2021 ist Wahljahr, mit der Bundestagswahl im September. Was rät der „Religions-Beauftragte“ der Unionsfraktion mit Blick auf eine gute Politik- und Debattenkultur?

Wir brauchen politisches Interesse nicht nur vor Wahlen. „Aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten“ sind dabei mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer unsere Aufgaben als Christinnen und Christen. Ich freue mich, wenn in einem Gottesdienst Fürbitte gehalten wird „für die, die in Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung tragen“. Aber richtig gut wird’s, wenn ich dabei auch weiß: Wie heißt eigentlich mein Bürgermeister? Unsere Landrätin? Wenn ich auch den Namen meines Bundestags- oder Europaabgeordneten nenne.

Und es wäre mein Wunsch, dass Gemeinden ihre Mitglieder auch zum öffentlichen Engagement ermutigen. Ob Elternvertretung oder Betriebsrat, Bürgerinitiative oder demokratische Partei: Es gibt viele Möglichkeiten, unser Gemeinwesen mitzugestalten. Gemeindemitglieder zu solchem Tun zu ermutigen, auch wenn darunter die Zeit für die Gemeinde leidet, und sie mit Fürbitte zu begleiten, ist wichtig.

Welche – ethischen – Themen werden uns in den nächsten Jahren vordringlich beschäftigen?

Dank des medizinischen Fortschritts und einer gesünderen Lebensweise erreichen immer mehr Menschen bei uns ein hohes Lebensalter. Damit sind auch Herausforderungen in Pflege und medizinischer Versorgung verbunden, die wir nur durch ein gutes Miteinander der Generationen meistern können. Zugleich sollten wir junge Familien noch besser unterstützen.

Und bei allen – ich formuliere das bewusst so – „Segnungen moderner Medizin“ brauchen wir auch einen „zwischenmenschlichen Fortschritt“ gegen die sich immer mehr ausbreitende Einsamkeit vieler Menschen.

Das andere ist – und da hoffe ich auf die internationalen Kontakte auch der Evangelikalen: Die großen Zukunftsfragen sind Fragen der Menschheitsfamilie. Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine globale Aufgabe. Gleiches gilt für den Klimaschutz und die bittere Armut in vielen Teilen der Welt. Da einen Blick dafür zu haben, dass wir vor großen Herausforderungen als Menschheitsfamilie stehen, ist ein Auftrag gerade für uns Christen. Gegen die Versuchung, sich nationalistisch abzuschotten, sollten Christinnen und Christen die Überzeugung stellen, dass wir eine Menschheitsfamilie sind.

Schließlich: Dass in zahlreichen Gemeinden für Politikerinnen und Politiker gebetet wird, bedeutet vielen etwas. Mir haben schon Kolleginnen und Kollegen im Bundestag, die ich eher für glaubensdistanziert halte, gesagt: Wenn mir jemand sagt „Wir beten für Sie!“, dann empfinde ich das als Zuwendung und als Wohlwollen. Insofern mache ich Mut, das nicht nur zu tun, sondern auch darüber zu sprechen.

Viel zu tun also. Und zu beten. Vielen Dank für das Gespräch!

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Person und Wahlkreis

Lebenslauf

geboren am 25.02.1961 in Uedem, evangelisch, verheiratet, 4 Kinder

Politische Laufbahn

seit 1977

Mitglied der CDU

1983 – 1989

Kreisvorsitzender der Jungen Union Neuss

1989 – 1994

Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands

1984 – 1989

Mitglied des Kreistages Neuss

1993 – 1994

Mitglied des Kreistages Neuss

1991 – 1993

Mitglied der CDU-Grundsatzprogrammkommission

seit 1994

Mitglied des Deutschen Bundestages

1994 – 1998

Sprecher der „Jungen Gruppe“

1998 – 2005

Menschenrechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

2001 – 2009

Vorsitzender der CDU im Rhein-Kreis Neuss

2005 – 2008

Justitiar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im BND-Untersuchungsausschuss, Ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss

2008 – 2009

Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, verantwortlich für Bund-Länder-Koordination, Bürokratieabbau und die Kontakte zum Parlament

2009 – 2013

Generalsekretär der CDU Deutschlands

2013 – 2018

Bundesminister für Gesundheit (Ernennung am 17. Dezember 2013)

seit 2014

Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands (Wahl am 9. Dezember 2014)

seit 2018

Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (Wahl am 20. März 2018)

seit 2018

Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Berufliche Laufbahn

1980 – 1987

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln

1987

Erste juristische Staatsprüfung

1987 – 1993

Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. wissenschaftliche Hilfskraft am Seminar für Staatsphilosophie und Rechtspolitik der Universität zu Köln

1991 – 1993

Rechtsreferendariat am Landgericht Köln

1993

Zweite juristische Staatsprüfung

seit 1994

Rechtsanwalt 

Gesellschaftliches Engagement

1997 – 2009

Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

seit 1997

Mitglied der Synode der EKD

2000 – 2008

Vorsitzender des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Neuss

2000 – 2009

Mitherausgeber des Magazins „chrismon“

seit 2001

Mitglied im Vorstand der Konrad-Adenauer-Stiftung

seit 2018

Stellvertretender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung (Wahl am 1. Dezember 2017)

seit 02/2021Mitglied im Vorstand der Deutschen Nationalstiftung

Lebenslauf (Englisch)

born on 25 February 1961 in Uedem, Kleve county, Germany , Protestant, married, 4 children

Politics

since 1977

Member of the CDU

1983 – 1989

County chairman of the Junge Union Neuss

1989 – 1994

Chairman of the national Junge Union Germany

1984 – 1989

Member of the County Council Neuss

1991 – 1993

Member of the County Council Neuss

1993 – 1994

Member of the CDU programme commission

since 1994

Member of the Deutscher Bundestag

1994 – 1998

Spokesman of the "Young group" in the CDU/CSU Parliamentary Group

1998 – 2005

Spokesman on Human Rights and Humanitarian Aid of the CDU/CSU-Parliamentary Group

2001 – 2009

Chairman of the CDU Rhein-Kreis Neuss

2005 – 2008

Legal Advisor of the CDU/CSU-Parliamentary Group, Spokesman of the CDU/CSU-Parliamentary Group on the first fact-finding committee, Member of the Committee on Foreign Affairs

2008 – 2009

Minister of State at the Federal Chancellery, responsible for the coordination between states and federal government, deregulation and parliamentary relations

2009 – 2013

Secretary General of the CDU

2013 – 2018

Federal Minister of Health

since 2014

Member of the CDU Federal Executive Board

since 2018

Deputy Chairman of the CDU/CSU-Parliamentary Group and commissioner for churches and religious communities

Education and professional experience

1980 – 1987

Law school at the University of Cologne

1987

First State Examination

1987 – 1993

Research assistant at the department of Political Philosophy and Legal Policy at the University of Cologne

1991 – 1993

Trainee lawyer at the District Court Cologne

1993

Second State Examination

since 1994

Licensed lawyer

Social commitment

1997 – 2009

Member of the Council of the Protestant Church in Germany (EKD)

since 1997

Member of the National Synod of the EKD

2000 – 2008

Chairman of the “Diakonisches Werk” in Neuss, the relief organization of the EKD

since 2001

Member of the Board of Directors of the Konrad Adenauer Foundation

since 2018

Deputy Chairman of the Konrad Adenauer Foundation

since 2021Member of the Board of the Deutsche Nationalstiftung (German National Foundation)

Mein Wahlkreis

Der Rhein-Kreis Neuss besteht aus acht Städten und Gemeinden. Vier davon darf ich als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 108 vertreten: Die Städte Neuss, Dormagen und Grevenbroich sowie die Gemeinde Rommerskirchen.

Mein Wahlkreis ist ein starker und attraktiver Wirtschaftsstandort im Herzen Europas. Er ist zentraler Sitz von Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, von großen und kleinen Betrieben, traditionsreichen und jungen.

Darüber hinaus ist mein Wahlkreis mit seiner Lage an Rhein und Erft ein beliebter Wohnort für Menschen aller Generationen. Ein breit gefächertes soziales Netz, ein gutes Angebot an Freizeitmöglichkeiten und viele generationenbezogene Einrichtungen ziehen junge Familien ebenso an wie Seniorinnen und Senioren.

Mit dieser Vielseitigkeit schafft mein Wahlkreis den Brückenschlag zwischen seiner bedeutenden Geschichte und einem zukunftsweisenden Profil als moderner Wirtschaftsstandort und liebenswerte Heimat.

Meine Überzeugungen

Im März 2018 wurde ich zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt und bin zuständig für die Bereiche Arbeit und Soziales sowie Entwicklungspolitik und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Darüber hinaus bin ich Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Arbeits- und Sozialpolitik

Für uns gehören wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung untrennbar zusammen. Wir wollen die Wirtschaftskraft unseres Landes stärken und Vollbeschäftigung erreichen. Rekordbeschäftigung, steigende Löhne und Renten zeigen: Wir sind auf einem guten Weg. Zugleich nutzen wir die anhaltend gute Wirtschaftslage, um weitere Verbesserungen für die Menschen in unserem Land auf den Weg zu bringen. Dazu gehören neue Möglichkeiten, um Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen, verbesserte Qualifizierung und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sowie ein zukunftsfähiges Rentensystem, für das ich mich als Mitglied der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ besonders einsetze.

Im Rahmen meiner Wahlkreisarbeit halte ich engen Kontakt zur heimischen Wirtschaft: vom Handwerksbetrieb bis zur Großchemie und Energiewirtschaft, von der Landwirtschaft bis zur Nahrungsmittelindustrie, von den vielfältigen Dienstleistungsunternehmen bis hin zur Aluminiumindustrie. Sie geben mir wichtige Anregungen für meine Arbeit in Berlin, etwa im Hinblick auf den Abbau überflüssiger Bürokratie.

Von herausragender Bedeutung für den Wahlkreis ist der Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier. Im Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort, auf Landesebene und in Berlin setze ich mich dafür ein, dass Wirtschaftskraft und Wertschöpfungsketten erhalten bleiben und gestärkt werden, um Arbeits- und Ausbildungsplätze langfristig zu sichern und den Städten und Gemeinden auch in Zukunft gute Einnahmen zu ermöglichen. Den Rhein-Häfen von Neuss und Dormagen als Drehscheiben für den Güterumschlag wird dabei auch weiterhin eine wichtige Rolle zukommen.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Fairer Handel, Gleichberechtigung von Frauen und Männern und bestmögliche Bildung, Unterstützung beim Aufbau einer guten Gesundheitsversorgung, die Bekämpfung von Fluchtursachen und die Überwindung von Hunger und Armut in der Welt: Die Ziele der deutschen Entwicklungspolitik sind sehr zahlreich. Vieles konnte in den letzten Jahren erreicht werden. Diesen Weg werden wir auch in Zukunft weiter gehen.

Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften

Politisches Handeln braucht einen Kompass – etwa wenn es darum geht, Schwerpunkte zu setzen oder einen fairen Kompromiss zwischen unterschiedlichen Interessen zu finden. Die Politik der CDU beruht auf Wertvorstellungen, die im christlichen Glauben wurzeln.

Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bin ich Ansprechpartner für Kirchen und Religionsgemeinschaften in Deutschland. Mit ihnen treffe ich mich regelmäßig und tausche mich über Positionen zu Gesetzesvorhaben und weiteren aktuellen politischen Themen aus.

Grundsatzbeiträge

Mit klarem Kompass ins Offene - Kurshalten und Erneuern als Auftrag einer Volkspartei

Für die Zeitschrift "Die Politische Meinung" der Konrad-Adenauer-Stiftung blickt Hermann Gröhe auf die Geschichte der CDU seit ihrer Gründung im Jahr 1945.

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Die Abgeordneten und ihr Glaube

Als Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und religionsgemeinschaften stellt Hermann Gröhe in der Veröffentlichung "Die Abgeordneten und ihr Glaube" seine Sicht auf die Bedeutung des Glaubens für politisches Handeln dar. 

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Organspende stärken - Freiwilligkeit erhalten!

Im "Focus" erläuterte Hermann Gröhe gemeinsam mit der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt seine Haltung zum Thema Organspende

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Paketlösung Grundrente

Für die Zeitschrift "Frau und Politik" stellte Hermann Gröhe die Eckpunkte der Grundrente dar.

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Buchbeitrag zur Jahreslosung 2020

Beitrag von Hermann Gröhe zum Lesebuch zur Jahreslosung 2020

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Gespräch mit dem Magazin EiNS

„Christen treten ein für die gleiche Würde jedes menschlichen Lebens“

EiNS im Gespräch mit dem Religionsbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hermann Gröhe.

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Pressefotos

Foto: Jan Kopetzky (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: Jan Kopetzky (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: Roland Rochlitzer (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: DBT / Stella von Saldern (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: Tobias Koch (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: DBT / von Saldern (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: DBT / von Saldern (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: DBT / von Saldern (bei Verwendung bitte angeben)

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Foto: Bundesrat / Frank Bräuer (bei Verwendung bitte angeben)

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Politik hautnah

Besuchen Sie mich in Berlin

Sie möchten meine Arbeit als Bundestagsabgeordneter hautnah miterleben? Dann besuchen Sie mich im Rahmen einer Informationsfahrt des Bundestages oder des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung!

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Besuchen Sie mich in Berlin

Sie möchten meine Arbeit als Bundestagsabgeordneter hautnah miterleben? Dann besuchen Sie mich im Rahmen einer Informationsfahrt des Bundestages oder des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung!

Alle Bundestagsabgeordneten haben die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger aus ihrem Wahlkreis zu einer politischen Bildungsfahrt nach Berlin einzuladen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
 

Bundestagsbesuch für Schulklassen

Schulklassen aus meinem Wahlkreis, die eine Klassenfahrt unternehmen, haben die Möglichkeit, den Bundestag zu besichtigen und mit mir über meine Arbeit als Abgeordneter sprechen. Bei Interesse melden Sie sich gerne per E-Mail. Für Rückfragen steht Ihnen auch meine Mitarbeiterin Elke Groth unter 030 227-77321 zur Verfügung.
 

Viertägige Bildungsreise für politisch Interessierte

Dreimal im Jahr kann ich eine viertätige Bildungsreise für politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus meinem Wahlkreis anbieten. Die Fahrten werden vom Bundespresseamt (BPA) organisiert und beinhalten ein umfangreiches Programm. Bei Interesse melden Sie sich gerne per E-Mail. Für Rückfragen steht Ihnen auch meine Mitarbeiterin Verena Kauffmann unter 030 227-77321 zur Verfügung.
 

Weitere Informationen zum Besuchsangebot des Deutschen Bundestages finden Sie auch unter http://www.bundestag.de/besucher.

Praktikum in meinem Bundestagsbüro

Regelmäßig begleiten mich junge Menschen aus meinem Wahlkreis für einige Wochen bei meiner Arbeit. Wenn auch Sie Interesse an einem Praktikum haben, melden Sie sich gerne in meinem Bundestagsbüro.

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Praktikum in meinem Bundestagsbüro

Regelmäßig begleiten mich junge Menschen aus meinem Wahlkreis für einige Wochen bei meiner Arbeit. Wenn auch Sie Interesse an einem Praktikum haben, melden Sie sich gerne in meinem Bundestagsbüro.

Im Rahmen eines Bundestagspraktikums erhalten Sie einen Blick hinter die Kulissen der Politik. Sie lernen die Abläufe meines Büros kennen und unterstützen mich und mein Team. Weiterhin erhalten Sie Gelegenheit, Sitzungen des Bundestags und seiner Ausschüsse zu besuchen und an Veranstaltungen im politischen Berlin teilzunehmen.

Bei Interesse schicken Sie bitte möglichst frühzeitig eine Bewerbung mit Anschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und Angaben über den gewünschten Zeitraum an hermann-groehe@remove-this.bundestag.de. Mein Team steht Ihnen für Fragen rund um das Praktikum auch gerne telefonisch zur Verfügung (030 227-77321).

Parlamentarisches Patenschafts-Programm

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ist ein deutsch-amerikanischer Jugendaustausch, den der Deutsche Bundestag und der US-Kongress ausrichten. Er ermöglicht Schülern und Auszubildenden einen einjährigen Aufenthalt in den USA.

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Parlamentarisches Patenschafts-Programm

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ist ein deutsch-amerikanischer Jugendaustausch, den der Deutsche Bundestag und der US-Kongress ausrichten. Er ermöglicht Schülern und Auszubildenden einen einjährigen Aufenthalt in den USA.

Ich stehe seit vielen Jahren gerne als Pate für einen „jungen Botschafter“ oder eine „junge Botschafterin“ aus meinem Wahlkreis zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von amerikanischen Gastfamilien aufgenommen und sammeln im Laufe ihres Aufenthaltes einmalige Erfahrungen. 

Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein und müssen ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Interessierte junge Berufstätige beziehungsweise Auszubildende müssen mindestens 16 und dürfen höchstens 24 Jahre alt sein. Weiterhin müssen sie zum Zeitpunkt der Ausreise ihre Berufsausbildung abgeschlossen und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Weitere Informationen rund um das Programm und die Bewerbung erhalten Sie hier

Mein Team

Dr. Dominik Vorholt

Büroleiter

+49 30 227-71079

Elke Groth

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+49 30 227-77321

Christian Bradler

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

+49 30 227-77321

Verena Kauffmann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+49 30 227-77321

Elke Haeffs

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Wahlkreis

+49 2131-7188528

hermann.groehe
@bundestag.de

Weitere Informationen und Rundbrief

Hermann Gröhe Aktuell

Der Newsletter "Hermann Gröhe Aktuell" informiert Sie regelmäßig über die Arbeit von Hermann Gröhe im Deutschen Bundestag, über Neuigkeiten aus dem Wahlkreis und über Termine vor Ort. 

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